Was ist Ihre Wohnung in Frankfurt wert? Immobilienpreise 2026 im Überblick

Die aktuellen Vergleichspreise für Eigentumswohnungen in Frankfurt am Main zeigen enorme Unterschiede: Zwischen Top-Lage im Westend und einfacher Nachkriegswohnung liegen bis zu 9.000 Euro pro Quadratmeter. Kennen Sie den steuerlich und marktseitig relevanten Wert Ihrer Immobilie?


Stellen Sie sich vor: Zwei Eigentümer besitzen jeweils eine 100-Quadratmeter-Wohnung in Frankfurt. Beide haben vor Jahren zum gleichen Preis gekauft. Heute – im Jahr 2026 – sieht die Realität völlig anders aus. Die Wohnung im Westend erzielt einen Vergleichspreis von bis zu 11.880 Euro pro Quadratmeter. Die andere, ein solider Bau aus den 1970er Jahren in einfacher Lage, kommt auf 3.120 Euro. Ein Unterschied von fast einer Million Euro – bei gleicher Wohnfläche.

Genau das macht den Frankfurter Immobilienmarkt so anspruchsvoll. Und genau deshalb ist eine realistische Immobilienbewertung heute wichtiger denn je – besonders wenn Sie über einen Verkauf nachdenken.

Kennen Sie den Wert Ihrer Immobilie in Frankfurt?

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Was sind Vergleichspreise – und warum sind sie für Sie relevant?

Die Zahlen in diesem Artikel stammen aus den Vergleichsfaktoren der Gutachterausschüsse des Landes Hessen (Stand 01.01.2026), herausgegeben von der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen gemäß § 183 Abs. 2 BewG. Diese Werte dienen primär der steuerlichen Bewertung von Immobilien – etwa bei Erbschaft oder Schenkung.

Gleichzeitig basieren sie auf tatsächlichen Kaufpreisen aus der Kaufpreissammlung der hessischen Gutachterausschüsse. Für Frankfurt und Wiesbaden werden aufgrund der besonders hohen Datendichte – allein für Frankfurt flossen rund 2.240 Verkaufsfälle von Eigentumswohnungen in die Auswertung ein – keine pauschalen Faktoren, sondern direkte Vergleichspreise in Euro pro Quadratmeter ausgewiesen. Das macht sie zu einer der verlässlichsten Orientierungsquellen überhaupt. Laut Bericht führen diese Werte für Standardobjekte zum Verkehrswert mit einer Genauigkeit von ± 20 Prozent.

Für Sie als Eigentümer bedeutet das: Die hier genannten Zahlen geben Ihnen eine solide, behördlich abgesicherte Größenordnung – kein Maklerversprechen, sondern amtliche Marktdaten.

Die drei entscheidenden Faktoren für den Wert Ihrer Wohnung

1. Mikrolage – die Straße entscheidet, nicht der Stadtteil

Innerhalb von Frankfurt differenziert der Gutachterausschuss in vier Lagequalitäten. Besonders die Zone Nordend/Westend – definiert über konkrete Grundbuchbezirke (Frankfurt Bezirke 10–13 sowie 17–23) – bildet eine eigene Premium-Kategorie.

Für eine Wohnung zwischen 75 und 99 Quadratmetern Wohnfläche im Neubau (ab 2023) sehen die amtlichen Vergleichspreise wie folgt aus: Sehr gute Lage Nordend/Westend: 9.460 Euro pro Quadratmeter. Gehobene Lage Innenstadtbereich: 7.430 Euro. Mittlere Lage Innenstadtbereich: 6.640 Euro. Einfache und sehr einfache Lage: 5.330 Euro.

Zwei Wohnungen im gleichen Stadtteil können dabei unterschiedlichen Lagekategorien angehören – die konkrete Einstufung ergibt sich aus der Bodenrichtwertkarte 2026 des Gutachterausschusses Frankfurt.

2. Baujahr – Altbau schlägt oft den Nachkriegsbau

Die Preisentwicklung nach Baujahr verläuft nicht linear – das überrascht viele Eigentümer. Gebäude aus den 1950er bis 1990er Jahren werden am stärksten abgewertet, während historische Bausubstanz von vor 1918 oft wieder Werte erzielt, die deutlich über der Nachkriegsbausubstanz liegen.

Am Beispiel einer Wohnung zwischen 75 und 99 Quadratmetern in gehobener Innenstadtlage: Neubau ab 2023 erzielt 7.430 Euro pro Quadratmeter. Altbau bis 1918 kommt auf 6.250 Euro. Baujahr 1978–1990 liegt bei nur 4.550 Euro. Baujahr 1991–2021 erholt sich bereits wieder auf 5.690 Euro. Käufer schätzen die Raumhöhen, Stuckdecken und das Flair der Gründerzeitbausubstanz – und zahlen dafür.

3. Wohnungsgröße – in Premium-Lagen skaliert der Preis nach oben

Besonders im Nordend und Westend zeigt sich: Je größer die Wohnung, desto höher der Quadratmeterpreis. Wer eine große Wohnung in dieser begehrten Lage sucht, findet kaum Alternativen – und zahlt entsprechend.

Die amtlichen Vergleichspreise für sehr gute Lage Nordend/Westend im Neubau (ab 2023) nach Größe: Unter 50 Quadratmeter: 9.380 Euro pro Quadratmeter. 50–74 Quadratmeter: 8.840 Euro. 75–99 Quadratmeter: 9.460 Euro. 100–129 Quadratmeter: 11.070 Euro. Ab 130 Quadratmeter: 11.880 Euro.

In einfachen und sehr einfachen Lagen bleibt der Preis über alle Größenklassen deutlich stabiler. Die Größe Ihrer Wohnung wirkt sich also vor allem dann wertsteigernd aus, wenn auch die Lagequalität stimmt.


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Diese Korrekturfaktoren senken den Wert – oft unbemerkt

Neben Lage, Baujahr und Größe sieht der Bericht konkrete Korrekturen vor, die viele Eigentümer übersehen:

Liegt Ihre Eigentumswohnung auf einem Erbbaugrundstück im Innenstadtbereich, ist der ermittelte Vergleichspreis mit dem Faktor 0,80 zu multiplizieren – ein Abschlag von 20 Prozent. Im sonstigen Stadtgebiet beträgt der Korrekturfaktor 0,90. Befindet sich die Wohnung in einer Großanlage mit mindestens 100 Einheiten aus dem Baujahr 1950 bis 1990, wird der Vergleichspreis mit 0,85 multipliziert – ein Abschlag von 15 Prozent. Und ist die Wohnung vermietet, gilt in kleinen Anlagen unter 100 Einheiten mit Baujahr vor 2023 ein Faktor von 0,90.

Diese Korrekturen können zusammen einen Unterschied von weit über 100.000 Euro bedeuten – und werden in der Praxis häufig unterschätzt.

Was bedeutet das für Ihren Verkauf?

Die amtlichen Vergleichspreise sind eine solide, behördlich gesicherte Grundlage. Sie führen laut Bericht für Standardobjekte zum Verkehrswert mit einer Genauigkeit von ± 20 Prozent. Individuelle Besonderheiten – besondere Ausstattung, Sanierungsstand, aktuelle Nachfrage, spezifische Käufergruppe – können nur im Rahmen eines vollständigen Verkehrswertgutachtens berücksichtigt werden.

Wer seinen realen Marktwert kennt, verkauft schneller, erzielt bessere Preise und vermeidet unnötige Verhandlungsverluste. Wie ich Sie beim Immobilienverkauf im Rhein-Main-Gebiet persönlich begleite, erfahren Sie auf meiner Service-Seite.

3 Schritte vor dem Immobilienverkauf

Erstens: Bestimmen Sie Ihre Lagekategorie präzise. Die Einstufung ergibt sich aus der Bodenrichtwertkarte des Gutachterausschusses Frankfurt – nicht aus dem gefühlten Stadtteilimage.

Zweitens: Prüfen Sie die Korrekturfaktoren. Erbbaurecht, Vermietung und Anlagegröße können den Ausgangswert erheblich verschieben. Diese Punkte sind in der Bewertung zwingend zu berücksichtigen.

Drittens: Klären Sie Ihre persönliche Strategie. Was passiert mit dem Erlös? Altersvorsorge, Reinvestition oder Schenkung – jede Option hat steuerliche Konsequenzen, die frühzeitig bedacht werden sollten. Bei einer persönlichen Verkaufsstrategie besprechen wir Ihre Optionen individuell – diskret und unverbindlich.

Fazit: Der richtige Wert entscheidet über Ihren Erfolg

Die Vergleichspreise 2026 der hessischen Gutachterausschüsse zeigen eindrucksvoll, wie vielschichtig der Frankfurter Immobilienmarkt ist. Zwischen dem Westend-Penthouse und der Nachkriegswohnung in einfacher Lage liegen nicht nur Welten in der Optik – sondern bis zu 8.760 Euro pro Quadratmeter im amtlich ermittelten Vergleichspreis.

Für Eigentümer in der Rhein-Main Region, die über einen Verkauf nachdenken, sind diese Daten eine wertvolle Orientierung. Sie ersetzen aber nicht das persönliche Gespräch und die Markterfahrung eines kompetenten Fachmanns vor Ort.

Wie viel ist Ihre Wohnung wert?

Quelle: Vergleichsfaktoren der Gutachterausschüsse des Landes Hessen gemäß § 183 Abs. 2 BewG, Stand 01.01.2026. Herausgegeben von der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH) beim Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation, Wiesbaden. Alle Angaben ohne Gewähr. Die Vergleichspreise dienen der Orientierung; individuelle Abweichungen sind möglich. Für eine rechtssichere Bewertung empfehlen wir ein vollständiges Verkehrswertgutachten. Steuerliche Fragen sollten mit einem zugelassenen Steuerberater geklärt werden.

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